Parteienverkehr:

DI & DO 09.00 - 12.00 Uhr | 17.30 - 19.30 Uhr
+43 (2236) 43225

Kursdetails

Geschichte Osteuropa - Vortragsreihe

Neu
  • MI
19:35 - 21:00 Uhr
Erfahren Sie in dieser Vortragsreihe mehr über die bewegte Geschichte Osteuropas:
09.10.: Baltikum
Von 1237 bis 1629 bildeten Länder des Baltikums den Deutschordensstaat. Nach dem im Großen Nordischen Krieg mit Schweden gehörte Estland zu den Ostseegouvernements Russlands. Polen-Litauen war eine Realunion. Estland wurde 1918 ein eigenständiger Staat. Lettland konnte mit dem Lettischen Unabhängigkeitskrieg die russische Herrschaft beenden. Litauen wurde zu einer demokratischen Republik. Lettland wurde 1936 zu einer Diktatur. Als die Sowjetunion 1940 Estland das Baltikum besetzte, entstanden dadurch die Estnische Sozialistische Sowjetrepublik, Lettische Sozialistische Sowjetrepublik und die Litauische Sozialistische Sowjetrepublik. Am 11. März 1990 erklärte Litauen als erster Staat des Baltikums seine Unabhängigkeit von der UdSSR. Erst am 20. August 1991 konnte Estland seine erneute Unabhängigkeit erklären. Seit 21. August 1991 ist Lettland unabhängig.
16.10.: Polen und Kaliningrad
960 erhob sich Mieszko I. zum Herzog von Polen. Er entstammte dem slawischen Stamm der Polanen, von denen sich auch der Name Polen ableitet. Sein Sohn Sohn Boleslaw wurde 1025 zum ersten König von Polen gekrönt. 1138 zerfiel Polen in die sechs Herzogtümer Kleinpolen, Großpolen, Pommern, Pommerellen, Schlesien und Masowien. Erst 1320 wurden sie unter Wladyslaw I. wieder vereint. Die polnische Thronerbin heiratete 1386 einen litauischen Fürsten. Litauen und Polen wurden dadurch zur Personalunion. Ab 1569 hatte Polen-Litauen eine gemeinsame Verwaltung und wurden zu einer Realunion. Polen wurde dreimal zwischen Russland, Preußen und Österreich-Ungarn geteilt. 1795 verschwand Polen von der Landkarte. 1815 wurde das sogenannte 'Kongresspolen' gegründet, ein in Personalunion an Russland gebundenes Königreich. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus Gebieten Westpreußens, Posens, Oberschlesiens und Ostpreußens die Republik Polen gegründet. 1939 wurde Polen sowohl von Deutschen, als auch Russen besetzt. 1945 wurde eine neue Grenze zwischen Deutschland und Polen beschlossen: Schlesien und Pommern gingen an Polen. Das Gebiet Kaliningrad, mit der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg, wurde von der Sowjetunion eingenommen und ist bis heute Exklave von Russland. 1989 wurde Polen von der UdSSR unabhängig.
23.10.: Tschechien und die Slowakei
Die Premysliden waren die Herrscherfamilie in Böhmen. 1031 wurde Mähren angeschlossen. 1085 wurde Vratislav II. zum ersten König gekrönt. Mit Wenzel III. endete die Dynastie der Premysliden. Seine Schwester heiratete einen Luxemburger, die Böhmen und Mähren beherrschten. Prag wurde zur Residenzstadt. Als 1526 der böhmische König ohne Nachkommen verstarb, regierte sein Schwager, Ferdinand I. von Habsburger. Böhmen wurde während der Reformation protestantisch. Unter Ferdinand II. kam es zur katholischen Gegenreformation. Der Prager Fenstersturz galt als Auslöser für den Dreißigjährigen Krieges. Das Gebiet der Slowakei wurde in das Königreich Ungarn eingegliedert. Nach dem Ende der Habsburgermonarchie gründeten Tschechien und die Slowakei einen gemeinsamen Staat. Die Slowakei machte sich 1939 unabhängig. Im April 1945 wurde die Slowakei von der Sowjetunion besetzt. Als die Kommunistische Partei die Wahlen gewannen wurde die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (CSSR), mit der Hauptstadt Prag, gegründet. Reformbemühungen während dem 'Prager Frühling' 1968 waren erfolglos. 1989 kam es Umsturz. 1993 wurden Tschechien und die Slowakei zu zwei unabhängigen Staaten.
30.10.: Ungarn
Die Magyaren kamen ursprünglich aus dem östlich gelegenen Ural-Gebirge. Im Jahr 1000 wurde Stephan I. aus der Árpáden-Dynastie zum ersten König von Ungarn. König Matthias Corvinus beeinflusste die Politik und Kultur erheblich. Bei der Schlacht bei Mohács 1526 wurde Ungarn von den Osmanen geschlagen. Es kam zur Dreiteilung von Ungarn: im Westen regierten die Habsburger, im Osten der König von Ungarn und der größte Teil des Landes wurde von den Osmanen besetzt. Nach 150 Jahren erlangten die Habsburger die Alleinherrschaft. Diese sollte mit der Revolution 1848 beendet werden. Die Aufstände wurden mit russischer Hilfe niedergeschlagen. Mit dem Ausgleich von Ungarn 1867 wurde Österreich-Ungarn zur Doppelmonarchie in Personalunion, bis 1918 die Republik Ungarn ausgerufen wurde. Ein Jahr später regierte Miklós Horthy als Reichsverweser die kommunistische Räterepublik. Während dem Zweiten Weltkrieg waren die Pfeilkreuzler (das ungarische Pendent zum Nationalsozialismus) an der Macht. 1945 erlangten die Kommunisten die Macht und das Land wurde zur Volksrepublik Ungarn. Der Einfluss der Kommunisten sollte beim Aufstand 1956 beendet werden. Der Versuch schlug fehl – der ungarische Ministerpräsident Imre Nagy, sowie weitere Mitglieder der Regierung wurden hingerichtet. Bis 1988 war János Kádár an der Macht. 1989 öffneten Ungarn und Österreich die Grenzen. Das sogenannte 'Paneuropäische Picknick' nahmen viele DDR-Bürgern zum Anlass, in den Westen zu flüchten. Am 23. Oktober 1989 erklärte Ungarn seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion.
06.11.: Balkanstaaten
Im 15. Jahrhundert weiteten die Habsburger ihren Einfluss am Balkan aus. 1459 schloss sich Serbien an das Osmanische Reich an. 1463 eroberten die Osmanen Bosnien. 1867 wurden die Gebiete Dalmatien und Istrien, sowie Königreich Kroatien und Slawonien in die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn eingegliedert. Die Völker strebten für Unabhängigkeit. Als österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau 1914 bei einem Attentat von serbischen Anarchisten ums Leben kamen, löste dieses Ereignis den Ersten Weltkrieg aus. 1918 wurde das 'Vereinigte Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen' gegründet. 1929 das 'Königreich Jugoslawien ausgerufen, das bis 1941 bestand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jugoslawien unter Josip Broz Tito eine kommunistische Föderative Volksrepublik. Zu ihr gehörten Serbien (mit den Regionen Kosovo und Vojvodina) die Republiken Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Mazedonien. In den 1980er Jahren strebte Slobodan Miloševic nach der Macht über ganz Jugoslawien. 1991 erklärten Slowenien und Kroatien ihre Unabhängigkeit. 1992 machte sich Bosnien unabhängig. 'Restjugoslawien' bestand bis 2003.

Beginn: 16.10.2019
Kursnummer: 19H-GES/OST
Kursbeitrag: € 60,- | 5 Termine

Tanja Ossovsky, BA

Zurück zur Übersicht

Online reservieren/buchen nicht möglich!

 

Zusätzlich zu der Anmeldung auf dieser Homepage bieten wir auch die Möglichkeit einer persönlichen Anmeldung während unserer Bürozeiten

Bürozeiten:  DI + DO  von  09:00 - 12:00 Uhr und 17:30 - 19:30 Uhr

Ort der Anmeldung: im Sekretariat der VHS, 2340 Mödling, J. Thomastraße 20

Achtung: Der Bildungsbonus der AK Wien ist bei der Anmeldung ausgefüllt und unterschrieben abzugeben!
Den Bildungsbonus der AKNÖ können Sie erst nach Besuch des Kurses einreichen. Der Digibonus der AKNÖ (für EDV-Kurse) kann auch vor dem Kurs beantragt werden. (noe.arbeiterkammer.at/bildungsbonus)

Anmeldungen per Telefon oder Fax sind nicht möglich. 

Der Kursbeitrag ist bei der persönlichen Anmeldung bar zu bezahlen.